Frankfurt a.M. (epd). Der Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber äußert sich enttäuscht über Papst Leo XIV. Das Kirchenoberhaupt habe sich dagegen entschieden, im vergangenen Jahr zur Weltklimakonferenz nach Brasilien zu reisen, sagte Schellnhuber in der ARD-Dokumentation „Hirschhausen will zum Papst - Wer bewahrt die Schöpfung?“, die seit Mittwoch in der Mediathek abrufbar ist. „Das ist eine Ansage.“
Der Physiker und Gründungsdirektor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung war 2015 als päpstlicher Berater des damaligen Pontifex Franziskus an der Entstehung der Enzyklika „Laudato si“ beteiligt, die sich mit Umwelt- und Klimaschutz befasste. Papst Leo XIV. unterstütze weiter die daraus entstandene Laudato-Si-Bewegung, sagte Schellnhuber: „Aber es wird nicht sein Herzensthema sein, ist meine jetzige Einschätzung.“
Neubauer: In Kirche wächst Hoffnung
Die Klimaaktivistin Luisa Neubauer nennt in der Dokumentation Kirche und Klima eine „wahnsinnig mächtige und fruchtbare Allianz“. Kirche sei einer der inspirierenden Orte, wo über Generationen hinweg Hoffnung wachse.
In „Hirschhausen will zum Papst - Wer bewahrt die Schöpfung?“ geht Eckart von Hirschhausen der Frage nach, ob die katholische Kirche eine Kraft sein kann, die im Kampf gegen die Klimakrise etwas bewegt.
Das Erste zeigt die vom Bayerischen Rundfunk (BR) produzierte 45-minütige Dokumentation am Pfingstmontag, 25. Mai, ab 19.15 Uhr.




