Klares Nein zu muslimischen Feiertagen

Auf dem Dach der Sehitlik Moschee ist eine Mondsichel
Christophe Gateau/dpa
Keine muslimischen Feiertage statt Ostern oder Pfingsten.
Debatte um Feiertage
Klares Nein zu muslimischen Feiertagen
Forderungen nach gesetzlichen muslimischen Feiertagen stoßen laut einer Umfrage auf Ablehnung, wenn dafür ein christlicher Feiertag aufgegeben werden soll.

Eine deutliche Mehrheit der Deutschen lehnt es laut einer Umfrage ab, einen christlichen Feiertag durch einen muslimischen zu ersetzen. Das berichten die in Weimar und Dresden erscheinenden Kirchenzeitungen "Glaube + Heimat" und "Der Sonntag" unter Berufung auf eine Umfrage des Erfurter Meinungsforschungsinstituts Insa-Consulere (Erscheinungstag: Sonntag).

Demnach sprachen sich 68 Prozent gegen einen solchen Austausch aus. Nur 7 Prozent befürworteten ihn. Für 18 Prozent sei die Frage gleichgültig.
Die Ablehnung nimmt laut Umfrage mit dem Alter deutlich zu. Während unter den 18- bis 29-Jährigen 44 Prozent gegen die Abschaffung eines christlichen Feiertags zugunsten eines muslimischen sind, liegt der Anteil bei den 60- bis 69-Jährigen bei 83 Prozent. Unter den über 70-Jährigen lehnen 77 Prozent einen Tausch ab.

Unter Katholiken, evangelischen Christen und Konfessionslosen überwiege die Ablehnung klar. Muslimische Befragte bewerteten die Frage häufiger als gleichgültig, zugleich liege ihre Zustimmung mit 27 Prozent über dem Durchschnitt.

Hintergrund der Debatte sind Forderungen nach gesetzlichen muslimischen Feiertagen. Für die Umfrage wurden vom 8. bis 11. Mai bundesweit 2.006 Menschen ab 18 Jahren befragt.