Berlin (epd). Der in den vergangenen Jahren immer schlechter gewordene Zustand der deutschen Wälder hat sich im vergangenen Jahr nicht wesentlich gebessert, aber immerhin auch nicht weiter verschlechtert. Wie aus dem am Dienstag von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) vorgestellten Waldzustandsbericht hervorgeht, gab es bei der sogenannten Verlichtung von Baumkronen kaum Veränderungen. Sie ist ein Indiz dafür, dass die Bäume nicht gesund sind. Als gesund wird weiter nur jeder fünfte Baum eingestuft.
Die Zahl neu abgestorbener Bäume ist dem Bericht zufolge 2025 zurückgegangen. Insgesamt habe sich der Wald von den Dürre-Jahren 2018 bis 2020 aber bis heute nicht erholt, resümiert das Ministerium.
Minister Rainer: Waldumbau erfolgreich
Für die jährliche Erhebung wurden mehr als 46.000 Bäume angeschaut. 38 Baumarten werden für den Bericht betrachtet, drei Viertel davon entfallen auf die Hauptarten Fichte, Kiefer, Buche und Eiche.
Rainer erklärte, dass sich der Zustand der Wälder insgesamt stabilisiert habe, sei auch ein Erfolg von langjährigem Waldumbau. Mischwälder mit Laub- und Nadelbäumen können dem Klimawandel besser trotzen als etwa reine Kiefernwälder.
Ein Drittel der Landesfläche Deutschlands ist mit Wald bedeckt. Den Bericht über den Zustand der Wälder gibt es seit 1984.




