Würzburg (epd). Die österreichische evangelisch-lutherische Bischöfin Cornelia Richter hat auf dem Katholikentag in Würzburg an die Kraft von Utopien erinnert. Diese könnten die Realität von morgen werden, sagte die Theologieprofessorin am Freitag im Zentralen Ökumenischen Gottesdienst im vollbesetzten Dom St. Kilian. Als Beispiel nannte sie Kirche, Diakonie und Caritas, die alle an sozialen Utopien arbeiteten. Diese Menschen seien alles andere als weltfremd: „Sie stellen sich gesellschaftlichen Herausforderungen.“
Richter ist seit Januar dieses Jahres Bischöfin der Evangelischen Kirche Augsburgischen Bekenntnisses (A.B.). Sie stammt aus Bad Goisern in Oberösterreich. Ihre Kirche hat nach eigenen Angaben rund 237.000 Mitglieder. Von den rund neun Millionen Einwohnern Österreichs sind knapp drei Prozent evangelisch. Richter hatte nach ihrem Theologiestudium in Wien und München eine Reihe von Lehrtätigkeiten. 2012 wurde sie an die Universität Bonn berufen.
Breite Ökumene
An dem Gottesdienst beteiligt waren der katholische Ökumene-Bischof Gerhard Feige (Magdeburg), der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), Reverend Christopher Easthill, die Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Anna-Nicole Heinrich, sowie der griechisch-orthodoxe Bischof Emmanuel von Christoupolis (Berlin) und Anja Goller, Generalvikarin des Bistums der Alt-Katholiken in Deutschland. Der Gottesdienst wurde von der ACK vorbereitet.
Zum fünftägigen 104. Deutschen Katholikentag in Würzburg werden noch bis Sonntag Zehntausende Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu rund 900 Veranstaltungen erwartet.




