Berlin (epd). Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Sänger Udo Lindenberg zu dessen 80. Geburtstag gewürdigt. In einem am Freitag veröffentlichten Glückwunschschreiben bezeichnet Steinmeier Lindenberg als „unverwechselbaren Sänger“, dem es wohl als einem der ersten gelungen sei, die deutsche Sprache in der Rockmusik zu etablieren. In seinen Balladen kombiniere der Jubilar „schnoddrige Sprache nicht selten mit Ironie und Satire“.
Steinmeier würdigt auch Lindenbergs Malerei sowie sein politisches und soziales Engagement. „Nicht nur das musikalische Leben in unserem Land wäre um viele und vieles ärmer ohne Ihr so langjähriges und nachhaltiges Dazutun“, schreibt der Bundespräsident. Immer wieder habe ihn die umfängliche und vielseitige Zusammenarbeit Lindenbergs mit Musikerinnen und Musikern aller Couleur beeindruckt.
Fans in der DDR
Der Bundespräsident hob ebenso das soziale und politische Engagement des Musikers hervor. Mit Songs wie „Mädchen aus Ost-Berlin“ und „Sonderzug nach Pankow“ habe sich Lindenberg auch in die Herzen von Menschen in der DDR gesungen und die Machthaber dort „zumindest unter Zugzwang gesetzt“. Zudem habe sich Lindenberg „entschlossen und tatkräftig gegen Rechtsextremismus und für Toleranz in unserer Gesellschaft positioniert“. Auch unterstütze er humanitäre und soziale Projekte in Deutschland und Afrika.
Udo Lindenberg wird am Sonntag (17. Mai) 80 Jahre alt. Bekannt wurde er mit Songs wie „Alles klar auf der Andrea Doria“ oder dem „Sonderzug nach Pankow“.




