Berlin (epd). Für den Vorsitzenden der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, stehen politische Positionierungen der Kirche außer Frage. „Kirche kann gar nicht anders als politisch sein, weil das Evangelium Politik pur ist“, sagte der Hildesheimer Bischof am Freitag im „Morgenmagazin“ des ZDF.
Jesus sei im Namen Gottes für alle Menschen dagewesen. Und wenn Politik bedeute, alle in den Blick zu nehmen, dann müsse Kirche politisch sein. „Nicht parteipolitisch, nicht tagespolitisch, aber Kirche muss Anwältin sein“, sagte Wilmer am Rande des Katholikentages in Würzburg und nannte explizit das Eintreten für Klima- und Umweltschutz. „Kirche muss den Schrei der Schöpfung hören“, betonte der Vorsitzende der Bischofskonferenz.
Wilmer: Kante gegen Extremismus zeigen
Auch die Positionierung der katholischen Kirche gegen die AfD sieht Wilmer in der biblischen Botschaft begründet. Es gehe im Evangelium darum, offen zu sein für Menschen, die ein Herz haben für die Bedrängten. „Gott liebt alle Menschen. Es kann nicht darum gehen, Menschen auszugrenzen“, betonte Wilmer. Es gelte, klar Kante zu zeigen gegen Extremismus und Parolen, die an die „dunkelste Vergangenheit“ erinnerten.




