Tod eines Zugbegleiters: Tatverdächtiger bestreitet Tötungsabsicht

Tod eines Zugbegleiters: Tatverdächtiger bestreitet Tötungsabsicht
Rund dreieinhalb Monate nach der tödlichen Attacke auf den Zugbegleiter Serkan Calar laufen die Ermittlungen weiter. Der mutmaßliche Täter hat nach Angaben der Staatsanwaltschaft inzwischen ein Teilgeständnis abgelegt.

Zweibrücken (epd). Der Tatverdächtige im Fall des tödlichen Angriffs auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz hat ein Teilgeständnis abgelegt, aber eine Tötungsabsicht bestritten. Der Beschuldigte habe sich in der Untersuchungshaft bei einer richterlichen Vorführung zum Tatgeschehen geäußert, teilte die Staatsanwaltschaft Zweibrücken am Mittwoch mit. Dabei habe er das Tatgeschehen eingeräumt, sich aber auch auf Erinnerungslücken berufen.

Die Ermittlungen nach dem Tod des Zugbegleiters Serkan Calar dauern der Staatsanwaltschaft zufolge an. Insbesondere lägen noch nicht alle beauftragten Gutachten der Rechtsmedizin, einschließlich der Ergebnisse einer toxikologischen Untersuchung des Beschuldigten vor. Nach dem vorläufigen Ergebnis der forensisch-psychiatrischen Begutachtung bestünden bei dem mutmaßlichen Täter keine Anhaltspunkte für eine Beeinträchtigung der Einsichts- oder Steuerungsfähigkeit. Der Beschuldigte ist ein griechischer Staatsbürger aus Luxemburg.

Fahrbegleiter starb nach Faustschlägen

Der 36-jährige Calar war Anfang Februar bei einer Fahrkartenkontolle in einem Regionalexpress zwischen Landstuhl und dem saarländischen Homburg von einem Reisenden ohne Fahrschein mit mehreren Faustschlägen gegen den Kopf attackiert worden. Er starb später in einer Klinik.