Würzburg (epd). „Hab Mut, steh auf“: Das Motto des Katholikentages in Würzburg wollen 30 katholische Reformgruppen für ein menschliches Plädoyer für mehr Veränderung in der Kirche nutzen. Die Reformkräfte planen für Freitag eine Menschenkette in der Würzburger Innenstadt zwischen dem Dom und der Augustinerkirche, die nur wenige hundert Meter auseinanderliegen, heißt es in einer am Montag gemeinsam veröffentlichten Mitteilung.
Am Mittwoch beginnt der Katholikentag in der fränkischen Stadt. Bis Sonntag werden bis zu 30.000 Besucher erwartet. Mit der Menschenkette wollen sich die Vereine und Verbände für eine inklusive und gerechte Kirche einsetzen, die die Aufarbeitung von sexualisierter und geistlicher Gewalt vorantreibt. „Wir setzen uns ein für eine Kirche, die Teilhabe und Demokratie ernst nimmt, die den Klerikalismus einer Zwei-Klassen-Kirche überwindet und die die Gleichberechtigung aller Geschlechter zum Ziel hat“, heißt es in dem Aufruf.
Katholische Frauen gehören zu Initiatorinnen
Initiiert wurde der Aufruf von der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands, dem Katholischen Deutschen Frauenbund und der Kirchenvolksbewegung „Wir sind Kirche“. Unterzeichnet haben ihn auch die Initiative „#OutInChurch“ und die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche.




