Mehr Menschen leben in zu kleinen Wohnungen

Mehr Menschen leben in zu kleinen Wohnungen

Frankfurt a.M. (epd). Die Zahl der Menschen in überbelegten Wohnungen steigt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lebten im vergangenen Jahr 11,7 Prozent der Bevölkerung in Deutschland in Wohnungen, die für die Zahl der Personen zu wenig Zimmer hatten. 2020 waren es noch 10,2 Prozent. Besonders betroffen sind Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit.

In der ausländischen Bevölkerung ab 18 Jahren sei der Anteil in überbelegten Wohnungen im vergangenen Jahr mit 30,8 Prozent knapp fünfmal so hoch wie unter deutschen Staatsangehörigen ab 18 Jahren (6,7 Prozent) gewesen, erklärte die Statistikbehörde. Auch armutsgefährdete Menschen (27,4 Prozent) zählten zu den besonders betroffenen Gruppen.

Genaue Definition

Wie das Bundesamt am Montag in Wiesbaden erläuterte, gilt eine Wohnung als überbelegt, wenn darin mindestens einer der folgenden Räume nicht vorhanden ist: ein Gemeinschaftsraum, ein Raum pro Paar, das in dem Haushalt lebt, ein Raum für jede weitere Person ab 18 Jahren, ein Raum für zwei Kinder unter 12 Jahren, ein Raum für zwei Kinder desselben Geschlechts zwischen 12 und 17 Jahren, ein Raum je Kind zwischen 12 und 17 Jahren, wenn sie unterschiedlichen Geschlechts sind, oder ein zweiter Raum bei einem Ein-Personen-Haushalt.