Bischof Stäblein: Hoffnung auf Frieden nicht aufgeben

Bischof Stäblein: Hoffnung auf Frieden nicht aufgeben

Berlin (epd). Der Berliner evangelische Bischof Christian Stäblein hat angesichts aktueller Kriege dazu aufgerufen, die Hoffnung auf eine friedliche Welt nicht aufzugeben. „Krieg schafft unermessliches Leid. Ohne die Sehnsucht nach einer anderen Welt in wahrem Frieden können wir nicht leben“, erklärte Stäblein am Samstag im RBB-Hörfunk anlässlich des Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges am 8. Mai.

Kirche schaffe Räume „für die lebensnotwendige Vision vom Ende aller Kriege, die so oft an der Realität scheitert“. Diese Vision dürften die Menschen „dennoch nie aus dem Blick verlieren, genauso wenig wie die Hoffnung auf Frieden und Versöhnung unter uns“.

„Sinnbild für Mitmenschlichkeit“

Stäblein erinnerte dabei auch an die vor einem Jahr im Alter von 103 Jahren gestorbene Holocaust-Überlebende Margot Friedländer (1921-2025): „Für viele Menschen in Deutschland und darüber hinaus war und ist sie ein Vorbild, ein Sinnbild für Mitmenschlichkeit.“

Die Berliner Ehrenbürgerin war am 9. Mai 2025 gestorben. Friedländer war als Jüdin in der NS-Zeit in das KZ Theresienstadt verschleppt worden und später in die USA emigriert. Mit 88 Jahren kehrte sie „trotz aller grausamen Erinnerungen in ihre Heimatstadt Berlin zurück“, wie Stäblein betonte.