Magdeburg, Innsbruck (epd). Die letzte fehlende Glocke für das Magdeburger Domgeläut hat den Angaben zufolge die Klangprüfung erfolgreich bestanden. Nach Angaben des Glockensachverständigen der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), Christoph Schulz, haben am Dienstag mit ihm zwei weitere Fachleute die Werkprüfung der „Credamus“ („Lasst uns glauben“) in der Glockengießerei Grassmayr in Innsbruck durchgeführt. „Wir haben dem Förderverein Domglocken Magdeburg empfohlen, die Glocke abzunehmen“, sagte Schulz: „Sie kann den Weg nach Magdeburg antreten.“
Die Bronzeglocke war am 28. November in der mehr als 400 Jahren alten Glockengießerei gegossen worden. Laut Glockengießer Peter Grassmayr klingt die Magdeburger Glocke „im schönen tiefen Ton d0“. Eine kleine Korrektur sei noch notwendig, bevor sie in etwa zwei Wochen nach Magdeburg transportiert werden könne.
„Credamus“ schwerer als geplant
Statt des ursprünglich geplanten Gewichtes von 14,1 Tonnen habe die „Credamus“ am Dienstag exakt 15,02 Tonnen auf die Waage gebracht, sagte Grassmayr. Damit sei es die weltweit größte Glocke einer evangelischen Kathedrale und nach dem „Dicken Pitter“ im Kölner Dom die zweitgrößte Glocke Deutschlands.
Die öffentliche Präsentation erfolgt am Pfingstonntag (24. Mai) im Dom zu Magdeburg mit dem mitteldeutschen Landesbischof Friedrich Kramer und Sachsen-Anhalts Ministerpräsidenten Sven Schulze (CDU). Der Förderverein Domglocken Magdeburg setzt sich seit 2018 für ein neues Domgeläut ein.




