Nürnberg (epd). Die Zahl der Unternehmen in Deutschland, die Künstliche Intelligenz (KI) nutzen, ist deutlich gewachsen. „2023 setzten lediglich fünf Prozent der Betriebe Computerprogramme ein, die eigenständig neue Inhalte wie Texte oder Videos erzeugen können. Binnen zwei Jahren hat sich dieser Wert nahezu verfünffacht, auf knapp 25 Prozent“, teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Dienstag in Nürnberg mit.
Generative Künstliche Intelligenz (KI) beinhaltet Computerprogramme, die eigenständig Inhalte wie Texte, Bilder, Musik, Videos oder Programmcode erzeugen können.
Wie eine Studie auf der Basis des IAB-Betriebspanels belegt, planten weitere neun Prozent der Betriebe, die KI-Technologie in Zukunft einzusetzen.
Unterschiedliche Betriebsgröße entscheidend für Nutzung
In Betrieben mit 200 und mehr Beschäftigten nutzten den Angaben nach 48 Prozent generative KI, bei Betrieben mit weniger als 10 Beschäftigten waren es 21 Prozent. Firmen, die seit mindestens 25 Jahren bestehen, setzten generative KI mit 21 Prozent deutlich seltener ein als solche, die vor weniger als fünf Jahren gegründet wurden. In dieser Gruppe lag der Anteil bei 30 Prozent. „Jüngere Betriebe scheinen experimentierfreudiger beim Einsatz von KI zu sein, weil sie weniger starre Arbeits- und Produktionsprozesse aufweisen“, erläuterte der Forscher Christian Kagerl.
2025 kam KI vorwiegend in wissensintensiven Dienstleistungsbranchen zum Einsatz: 59 Prozent der Firmen im Bereich Information und Kommunikation gaben an, generative KI zu nutzen - gefolgt vom Finanz- und Versicherungswesen mit 50 Prozent.
Die Studie beruht auf dem IAB-Betriebspanel, einer repräsentativen jährlichen Wiederholungsbefragung von rund 15.000 Betrieben aller Betriebsgrößen und Branchen. Das IAB ist die Forschungsstelle der Bundesagentur für Arbeit (BA).




