Würzburg (epd). In Würzburg findet vom 13. bis 17. Mai der 104. Deutsche Katholikentag statt. Nach Angaben der Ausrichter werden zu insgesamt 900 Veranstaltungen bis zu 30.000 Teilnehmende erwartet. Das christliche Großevent soll angesichts von Krieg, Klimawandel, sozialer Spaltung sowie Vertrauenskrisen in Politik und Kirche dazu ermutigen, nach Wegen für die Zukunft zu suchen. Für das Großevent wurde auch ein umfangreiches Sicherheits- und Verkehrskonzept erarbeitet.
Das Christentreffen unter dem biblischen Leitwort „Hab Mut, steh auf!“ konzentriere sich vorwiegend in der Innenstadt auf die drei großen Säulen „Geistliches - Kulturelles - Politisches“, hieß es weiter. Der Katholikentag wolle Menschen Mut machen, ihrem Glauben zu folgen und die Menschenwürde zu verteidigen, erklärte die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Irme Stetter-Karp. Katholikentage werden vom ZdK in der Regel alle zwei Jahre an wechselnden Orten ausgerichtet, zuletzt 2024 in Erfurt.
Ökumene, Synodalität und Missbrauchsaufarbeitung
Zur Eröffnung am Mittwochabend werden Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sowie der Würzburger Bischof Franz Jung erwartet. Am Freitag will sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) unter dem Titel „Gemeinsam Zukunft gestalten“ den Fragen junger Menschen stellen.
Ein Schwerpunkt des Treffens liege auf Demokratie und gesellschaftlichem Zusammenhalt, so die Veranstalter. Kirchenpolitisch stehen Ökumene, Synodalität und Missbrauchsaufarbeitung im Mittelpunkt.
Die Missbrauchskrise wird in mehreren Formaten aufgegriffen, darunter in einem Podium zur Frage, ob die Kirche selbst Aufarbeitung leisten kann oder staatliche Intervention braucht.




