Bonn (epd). Zum Muttertag am 10. Mai fordert UN Women Deutschland gleichberechtigte Care-Arbeit und steuerliche Entlastungen für Familien, insbesondere für Alleinerziehende und Alleinpflegende. Frauen in Deutschland trügen nach wie vor den Großteil der unbezahlten Sorgearbeit, kritisierte das nationale Komitee der Vereinten Nationen am Montag in Bonn.
Die Folgen seien finanzielle Unsicherheit, eingeschränkte Karrierechancen, gesundheitliche Belastungen und geringe gesellschaftliche Teilhabe, kritisierte UN Women Deutschland. Besonders Alleinerziehende seien einem hohen Armutsrisiko ausgesetzt. Hinzu kämen geschlechtsspezifische Gewalt, Hebammenmangel und veraltete steuerrechtliche Regelungen.
Schwangerschaftsabbrüche außerhalb des Strafgesetzbuches regeln
Jede Frau sollte frei entscheiden können, ob und wann sie ein Kind bekommen möchte, forderte der Verein. Schwangerschaftsabbrüche müssten außerhalb des Strafgesetzbuches geregelt sowie legal, zugänglich und kostenlos sein. Sogenannte Patchwork-, Regenbogen- oder Ein-Eltern-Familien müssten gleiche Rechte erhalten wie Vater-Mutter-Kind-Familien. Zum Muttertag zeige sich, dass Elternschaft in Deutschland weiterhin von geschlechtsspezifischen Ungleichheiten geprägt sei. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft müssten gemeinsam die Bedingungen für „echte Gleichstellung“ schaffen.
UN Women Deutschland ist ein gemeinnütziger Verein und eines von weltweit 13 nationalen Komitees, die auf Länderebene die Arbeit von UN Women zur Gleichstellung der Geschlechter und Stärkung von Frauen durch Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising unterstützen.




