Berlin, Santa Marta (epd). Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth blickt zufrieden auf die Konferenz zum Ausstieg aus fossilen Energien im kolumbianischen Santa Marta. Zum Abschluss der Konferenz am Mittwoch (Ortszeit) sprach Flasbarth von einem „Meilenstein“: Erstmals hätten sich mehr als 50 Staaten aus aller Welt „in dieser Breite und Intensität zusammengefunden, um konkrete Schritte für den Ausstieg aus Öl, Gas und Kohle zu beraten und Erfahrungen eng auszutauschen“, erklärte Flasbarth.
Diese „neue Qualität der internationalen Zusammenarbeit“ zeige deutlich, dass die Abkehr von fossilen Energieträgern kein Nischenthema mehr sei, sondern zum globalen Konsens werde, unterstrich Flasbarth, der Deutschland bei der mehrtägigen Konferenz vertreten hatte.
Initiative von Kolumbien und Niederlande
Das Treffen war eine gemeinsame Initiative Kolumbiens und der Niederlande. Von Freitag bis Mittwoch hatten mehr als 50 Länder über einen Fahrplan für einen Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas beraten. Neben Regierungen waren unter anderem auch Wissenschaftler, Aktivistinnen und Entwicklungsbanken vertreten. Die Konferenz war offiziell nicht Teil der Klimaverhandlungen unter dem Dach der Vereinten Nationen. Allerdings sollen die Beratungen in die kommende UN-Klimakonferenz COP 31 im türkischen Antalya einfließen.
Die Weltgemeinschaft hatte sich beim Weltklimagipfel 2023 im Grundsatz auf eine Abkehr von Kohle, Öl und Gas geeinigt. Verhandlungen über verbindlichere Zielsetzungen scheiterten jedoch bei den darauffolgenden UN-Konferenzen.
Misereor lobt Konferenz
Aus Sicht des katholischen Hilfswerks Misereor wurde mit dem Treffen in Santa Marta nun eine „entscheidende politische Weichenstellung für erneuerbare Energien erbracht“. Die mehr als 50 Staaten hätten deutlich gemacht, dass der Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas nicht länger vertagt werden könne.




