Genf (epd). Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, hat die anhaltende staatliche Niederschlagung der Opposition im Iran verurteilt. Seit Beginn des Angriffs der USA und Israels auf den Iran Ende Februar habe das fundamental-islamische Regime mindestens 21 Menschen hingerichtet, erklärte Türk am Mittwoch in Genf.
Das Regime habe zudem mehr als 4.000 Menschen verhaften lassen, ihnen seien Delikte im Kontext der nationalen Sicherheit zur Last gelegt worden. Die Unterdrückung treffe die Menschen nach den verheerenden Angriffen der USA und Israels besonders hart. Dutzende Gefangene würden an unbekannten Orten festgehalten, die Behörden hätten keine Angaben über das Schicksal der Betroffenen gemacht.
Katastrophale Haftbedingungen
Die Haftbedingungen im Iran sind laut Türk katastrophal. Seinen Angaben nach herrscht eine extreme Überbelegung sowie akuter Mangel an Nahrungsmitteln, Wasser und Medikamenten. Türk erinnerte an die Friedensnobelpreisträgerin und Menschenrechtlerin Narges Mohammadi. Sie befindet sich den Angaben nach weiterhin unter lebensbedrohlichen Bedingungen in Haft.
Das Regime setze zudem die massenhafte Beschlagnahmung von Vermögenswerten als Instrument der Unterdrückung und Bestrafung ein, hieß es. Die Behörden hätten Vermögenswerte von rund 675 Bürgern beschlagnahmt und diese als Verräter des Vaterlandes gebrandmarkt.




