Berlin (epd). Der Familienbund der Katholiken hat die jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes zur Geburtenrate als „alarmierend“ bezeichnet. Dass die Geburtenzahl auf den niedrigsten Stand seit 1946 gesunken ist, sei auch das Ergebnis politischer Versäumnisse, erklärte der Verband am Dienstag auf Anfrage dem Evangelischen Pressedienst (epd): „Die Familienpolitik muss dringend handeln. Denn viele Menschen wünschen sich mehr Kinder, als sie tatsächlich bekommen.“
Der Geburtenrückgang sei daher nicht allein Ausdruck eines veränderten Lebensstils und Kinderwunsches, sondern auch Folge unzureichender Rahmenbedingungen, hieß es weiter. Wer sich gegen Kinder oder auch gegen mehr Kinder entscheide, tue dies oft nicht aus Überzeugung, sondern aus Mangel an Geld, Unterstützung und Planungssicherheit.
Familien nicht weiter belasten
Seit Jahren seien die Probleme bekannt, dennoch bleibe entschlossenes politisches Handeln aus, erklärte der Familienverband: „Es fehlt an ausreichend Betreuungsplätzen, an verlässlichen Ganztagsangeboten, an echter Vereinbarkeit von Familie und Beruf und an einer spürbaren finanziellen Entlastung von Familien. Ein Blick in andere Länder zeigt, dass bessere politische Rahmenbedingungen möglich sind.“




