Berlin (epd). Die Bundesregierung will auf den Vorschlag zur Einführung einer Zuckerabgabe eingehen. Wie am Dienstag aus Kreisen des Bundesfinanzministeriums verlautete, hat sich die Bundesregierung auf die Einführung einer solchen Abgabe zur Konsolidierung des Haushalts für das kommende Jahr verständigt. Auch die Einführung einer Plastikabgabe sei angedacht, wobei konkrete Details jeweils offen blieben.
Zudem sollen die Tabak- und Alkoholsteuer erhöht werden. Details sollen bis zum Regierungsentwurf zum Bundeshaushalt im Juli erarbeitet werden. An diesem Mittwoch will das Kabinett die Eckwerte des Haushalts beschließen.
Kommission empfiehlt Abgabe auf süße Getränke
Die Einführung einer Zuckerabgabe wurde Ende März von der Kommission empfohlen, die sich mit der schwierigen Finanzlage der Krankenkassen befasst hat. Sie plädierte für eine Abgabe auf süße Getränke nach dem Vorbild Großbritanniens. Konkret empfahl sie eine Abgabe in Höhe von 26 Cent pro Liter, wenn mehr als fünf Gramm Zucker auf 100 Milliliter enthalten sind und 32 Cent bei mehr als acht Gramm. Auch die Erhöhung der Alkohol- und Tabaksteuer gehörte zum Katalog der Empfehlungen für eine bessere Finanzausstattung der gesetzlichen Krankenversicherung.





