Frankfurt am Main, Bamako (epd). Die Bundesregierung hat mit Sorge auf eine massive Angriffsserie in Mali am Wochenende reagiert. Zwar scheine sich die Lage stabilisiert zu haben, bleibe aber volatil, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts am Montag in Berlin. Deutsche Staatsangehörige seien aufgefordert, sich in einer sicheren Umgebung aufzuhalten und das Land zu verlassen, wenn die Möglichkeit dazu bestehe.
In Mali gab es am Wochenende eine der bislang größten Angriffswellen auf Regierungsstellungen. Am Samstag starteten die Rebellen der „Befreiungsfront von Azawad“ (FLA) und die mit Al-Kaida verbundenen Dschihadisten der „Gruppe zur Unterstützung des Islam und der Muslime“ (JNIM) koordinierte Angriffe in mehreren Städten des westafrikanischen Landes. Dabei wurde auch Verteidigungsminister Sadio Camara getötet, wie die Junta am Sonntagabend bestätigte. Sein Haus war Ziel eines Selbstmordanschlags mit einem mit Sprengstoff beladenen Lastwagen geworden.





