Klimademonstrationen vor Berliner Parteizentralen

Klimademonstrationen vor Berliner Parteizentralen
Erneut sind am Freitag bundesweit Menschen gegen die Energiepreise und die Förderung fossiler Energieträger auf die Straße gegangen. In Berlin wurde den Regierungsparteien eine überdimensionierte Rechnung für diese Energiepolitik präsentiert.

Berlin (epd). Mehrere Hundert Menschen haben am Freitag in Berlin vor den Parteizentralen von CDU und SPD gegen die Energiepolitik der Bundesregierung demonstriert. Sie forderten einen schnellen Ausstieg aus der Versorgung mit fossilem Gas und den konsequenten Ausbau erneuerbarer Energien. Zu dem Protest hatte die Klimabewegung „Fridays for Future“ aufgerufen.

Insgesamt waren am Freitag in rund 60 Städten Aktionen geplant. Bereits am vergangenen Samstag waren bei Demonstrationen in Berlin, Hamburg, Köln und München mehrere Zehntausend Menschen für eine verbraucherfreundliche und klimaverträgliche Energiepolitik auf die Straße gegangen.

Rechnung für Reiches Energiepolitik

In Berlin präsentierten die Demonstranten den Regierungsparteien auf einem 14 mal 6 Meter großen Banner eine Rechnung mit den angenommenen Kosten der Energiepolitik von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). Aufgelistet wurden unter anderem „energiepolitische Fehlentscheidungen“ der Bundesregierung zulasten der Bürger wie der Import fossiler Energien, Subventionen für Gas, die Förderung neuer Gaskraftwerke, prognostizierte Klimaschäden und der drohende Verlust von Hunderttausenden Arbeitsplätzen im Bereich der erneuerbaren Energien.

Yasin Hinz als Sprecher von „Fridays for Future“ warf Reiche vor, „willentlich den Ausbau bezahlbarer, sauberer Energie in Deutschland“ zu demontieren. „Wir fordern ein Ende dieser Lobbypolitik und endlich ein konsequentes Ende fossiler Energien“, sagte Hinz. Er sprach von einer „Zerstörungsagenda“ Reiches gegen Energiewende, Klimaschutz und Bezahlbarkeit.