Petition gegen digitale Gewalt übergeben

Petition gegen digitale Gewalt übergeben

Berlin (epd). Die Organisation HateAid hat am Donnerstag im Berliner Regierungsviertel eine Petition mit dem Titel „Unsere Nacktbilder sind nicht euer Business“ übergeben. Darin wird unter anderem gefordert, das Erstellen und Verbreiten sexualisierter bildbasierter digitaler Gewalt, etwa sogenannte Deepfakes mittels Künstlicher Intelligenz (KI), strafbar zu machen. Die Petition wurde den Angaben zufolge an rechtspolitische Sprecher von Bundestagsfraktionen übergeben. Sie sein bislang von 55.000 Menschen unterzeichnet worden.

Die Aktivistin und Jura-Studentin Theresia Crone sagte, dass es bislang eine entsprechende Strafbarkeit nicht gebe, habe ihr „Vertrauen in den Rechtsstaat erodiert“. Crone, die sich unter anderem bei Fridays for Future engagiert, wurde Ende 2023 Opfer von Identitätsdiebstahl und digitaler sexualisierter Gewalt. Unbekannte hatten in sozialen Netzwerken pornografische Deepfakes mit ihrem Gesicht verbreitet. Die Aktivistin hatte das öffentlich gemacht und Strafanzeigen gestellt.

Spezielle KI-Anwendungen sollen verboten werden

„HateAid“ fordert auch, das Geschäft dahinter zu unterbinden. So sollten etwa entsprechende KI-Anwendungen aus den App-Stores genommen und „Nudifier-Systeme“, die mithilfe von KI sexualisierte Inhalte von realen Personen erstellen, verboten werden.