Mehmet Daimagüler in Vorstand der Stiftung gegen Rassismus berufen

Mehmet Daimagüler in Vorstand der Stiftung gegen Rassismus berufen

Darmstadt (epd). Der Stiftungsrat der Stiftung gegen Rassismus hat den Rechtsanwalt und Autor Mehmet Daimagüler in den Vorstand der Stiftung berufen. Der erste Beauftragte der Bundesregierung gegen Antiziganismus von 2022 bis 2025 werde als Vorstandssprecher neben Jürgen Micksch treten, der die Stiftung seit ihrer Gründung 2014 als geschäftsführender Vorstand leitet, teilte die Stiftung am Donnerstag in Darmstadt mit. Daimagüler vertrat als Rechtsanwalt Opfer politisch motivierter Straftaten, darunter Angehörige der Opfer im NSU-Verfahren sowie Holocaust-Überlebende in KZ-Prozessen.

„Mit Mehmet Daimagüler gewinnt die Stiftung gegen Rassismus eine Persönlichkeit, die Menschenrechte nicht nur kennt, sondern sie ein Leben lang gelebt und verteidigt hat“, sagte die Vorsitzende des Stiftungsrats, die Grünen-Bundestagsabgeordnete Filiz Polat. Die Stiftung koordiniert jährlich die Internationalen Wochen gegen Rassismus in Deutschland. Darüber hinaus setzt sie sich für eine demokratische Gesellschaft ein und richtet unter anderem Aktionen rund um den Tag des Grundgesetzes am 23. Mai aus.