Berlin (epd). Deutschland will nach den Worten von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ein verlässlicher Partner in der internationalen Klimapolitik bleiben. Merz plädierte am Mittwoch beim Petersberger Klimadialog in Berlin dafür, vor dem Hintergrund geopolitischer Verschiebungen müssten „Koalitionen der Willigen“ vorangehen, wenn multilaterale Prozesse stockten.
Deutschland stehe bereit, ein Partner zu sein, sagte Merz. Ziel seien Allianzen, die „Frieden, Freiheit und Wohlstand für uns alle“ sicherten. Zugleich betonte Merz die Rolle von Innovation und Technologie und mahnte, Klimaschutz dürfe die industrielle Transformation nicht gefährden. „Der Pfad ist nicht immer geradlinig, aber zusammen machen wir bedeutenden Fortschritt.“
Milliarde für Regenwald bleibt
Deutschland wolle zudem ein wichtiger Geber bei der Klimafinanzierung bleiben. Merz bekräftigte die Zusage von einer Milliarde Euro für den Tropenwaldfonds (TFFF) in den kommenden zehn Jahren. Dieser Betrag wurde bereits auf der vergangenen Klimakonferenz COP30 in Brasilien versprochen.
Der Petersberger Klimadialog bereitet die nächste Weltklimakonferenz COP31 vor, die Ende des Jahres im türkischen Antalya stattfinden soll. Das Gesprächsformat wird von der Bundesregierung in Berlin ausgerichtet. Am Dienstag hatte Umweltminister Carsten Schneider (SPD) bei den Gesprächen für mehr Elektrifizierung unter anderem in Industrie und Verkehr geworben.




