Studie: Mehrheit will erbenloses Geld guten Zwecken zuführen

Studie: Mehrheit will erbenloses Geld guten Zwecken zuführen

München (epd). Die große Mehrheit der Menschen in Deutschland befürwortet einer Umfrage zufolge die Nutzung von vergessenem Vermögen für wohltätige Zwecke. 86 Prozent der Befragten sprachen sich dafür aus, Geld, auf das seit Jahrzehnten niemand mehr Anspruch erhebt, in einen unabhängigen Sozialfonds fließen solle, teilten die SOS-Kinderdörfer am Dienstag in München mit.

Für die repräsentative Studie Studie hatte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der SOS-Kinderdörfer im Februar mehr als 1.600 Personen befragt. Bislang geht Geld ohne Eigentümer nach einer gewissen Zeit ins Vermögen der Banken über. Zwei Prozent der Befragten wollten, dass dies so bleibt. Acht Prozent gaben an, das Geld solle an den Staat fallen.

Zwischen vier und neun Milliarden herrenlose Euro

Schätzungen zufolge lägen aktuell zwischen vier und neuen Milliarden Euro auf sogenannten nachrichtenlosen Konten, hieß es weiter. Petra Sorge-Booms, Vorständin der SOS-Kinderdörfer, sprach sich für ein zentrales Melderegister aus, das Erben den Zugang zu Vermögensansprüchen erleichtere. Vermögen ohne Anspruchsberechtigte solle jedoch nicht verlorengehen, sondern Gutes bewirken.