Münster (epd). Am frühen Mittwochmorgen ist der zweite Castortransport im Zwischenlager Ahaus angekommen. Es habe kleinere Proteste, aber keine besonderen Zwischenfälle gegeben, erklärte die zuständige Polizei Münster. Der Schwerlast-Transport mit dem hochradioaktiven Atommüll war am Dienstagabend am Forschungszentrum im rheinischen Jülich gestartet.
Polizei: Rund 180 Demonstranten in Ahaus
An zwei Demonstrationen in Ahaus beteiligten sich laut Polizei 180 Menschen. In Jülich hätten 20 Personen protestiert und in Bottrop 15.
Der Transport war den Angaben nach am Dienstagabend um 23:30 Uhr gestartet. Am Mittwochmorgen gegen 3:40 habe der Castortransport das Brennelemente-Zwischenlager Ahaus erreicht. Insgesamt sollen 152 Castorbehälter von der bisherigen Lagerstätte in Jülich zum Zwischenlager nach Ahaus im westlichen Münsterland gebracht werden. Die Strecke ist 170 Kilometer lang. Ein erster Transport hatte bereits Ende März stattgefunden.
Genehmigung für Transporte
Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung hatte im vergangenen Jahr die Genehmigung für die Transporte erteilt. Die Castoren mit insgesamt 300.000 Brennelement-Kugeln stammen aus dem stillgelegten Versuchsreaktor in Jülich. Die Betriebserlaubnis für die Lagerstätte dort ist seit Jahren ausgelaufen. Das Lager in Ahaus ist ebenfalls nur ein Zwischenlager.




