Berlin, Freiburg (epd). Die Caritas-Dienstgeber sehen die von der Bundesregierung geplante 1.000-Euro-Entlastungsprämie zur Abfederung hoher Energiekosten kritisch. Man sehe zwar die Notwendigkeit, Mitarbeitende angesichts steigender Energiekosten zu entlasten, sagte Johannes Brumm, Sprecher der Dienstgeberseite der Arbeitsrechtlichen Kommission des Deutschen Caritasverbandes, am Freitag in Berlin. „Doch wie eine solche Entlastungsprämie angesichts der wirtschaftlich angespannten Lage der Dienste und Einrichtungen der Caritas finanziert werden soll, wird von der Politik bisher nicht beantwortet.“
Caritas-Träger erwirtschaften keine Überschüsse
Laut Brumm besteht daher die Gefahr, dass Mitarbeitende freigemeinnütziger Träger bei der Entlastungsprämie leer ausgehen - weil das Geld dazu fehlt. Soziale Dienstleistungen würden aus Beiträgen, Entgelten und Abgaben verschiedener Kostenträger refinanziert. „Die Dienste der Caritas erwirtschaften keine Überschüsse, aus denen zusätzliche Prämien bezahlt werden könnten“, so Brumm. Deshalb forderten die Caritas-Dienstgeber, dass die Entlastungsprämie vollständig refinanziert werde.
Die schwarz-rote Koalition hatte jüngst beschlossen, dass Arbeitgeber ihren Beschäftigten 2026 eine steuerfreie Entlastungsprämie von maximal 1.000 Euro zahlen können. Details dazu sind noch offen. Neu ist eine solche Hilfe nicht. Im September 2022 hatte die Ampelkoalition eine Inflationsausgleichsprämie von maximal 3.000 Euro auf den Weg gebracht.





