Saarbrücken (epd). Das deutsch-französische Festival Perspectives präsentiert vom 21. bis 30. Mai an 21 Spielorten in Frankreich und dem Saarland unter anderem wieder Theater, Zirkus, Tanz, Musik und Filme. An insgesamt rund 40 Terminen seien etwa neun Gastspiele, drei Koproduktionen, eine Lesereihe, vier Filme, zwei Clubabende und zwei Workshops zu erleben, teilten die Festivalverantwortlichen am Donnerstag in Saarbrücken mit. Inhaltlich geht es in der 48. Festivalausgabe beispielsweise um Identität, existenzielle Fragen oder Familiengeschichte.
Die Eröffnung gestalten zwei kostenlose Zirkusstücke in Saarbrücken und ein anschließendes Theaterstück im französischen Saargemünd. Der Auftakt sei wie ein „lockerer Parcours“ gedacht, erläuterte Carlotta Schneider vom Festivalteam. Durch die Aufführungen im Saarbrücker Stadtraum solle das Festival sichtbar werden und ein möglichst großes Publikum erreichen.
Spezifische Angebote für Menschen mit Behinderung
Auch das Thema Barrierefreiheit spiele in diesem Jahr wieder eine wichtige Rolle, erklärte Schneider. So gebe es einerseits sehr bildstarke Produktionen etwa für gehörlose Menschen oder solche mit Fokus auf Klang für Menschen mit Sehbehinderung. Auch werde eine Veranstaltung in deutscher Gebärdensprache gedolmetscht. Neue Icons im Programm zeigen, für wen die Vorstellungen am besten geeignet sind.
Der Vizepräsident des Département de la Moselle, Gilbert Schuh, lobte das Festival als einzigartig. „Die Kultur ist die Seele Europas“, sagte er. Die saarländische Kulturministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) ergänzte, das Festival sei ein „Ort des Austausches, ein Raum für neue Gedanken“.
Einziges Kulturfestival dieser Art
Perspectives wurde 1978 als „Woche des jungen französischen Theaters“ gegründet. Es ist das einzige Kulturfestival, das sich gleichermaßen deutsch- wie auch französischsprachiger Bühnenkunst widmet. Im vergangenen Jahr zählte es über 8.000 Besucherinnen und Besucher.




