Antike griechische Münze in Berlin entdeckt

Antike griechische Münze in Berlin entdeckt
Seltener Fund in Berlin: Eine antike Münze aus Griechenland belegt frühe Verbindungen nach Nordeuropa. Erste Funde von Jägern und Sammlern im Stadtgebiet reichen bis zu 11.000 Jahre vor Christus zurück.

Berlin (epd). Eine griechische Münze aus dem dritten Jahrhundert vor Christus ist im Berliner Bezirk Spandau gefunden worden. Das rund zwölf Millimeter große Bronzestück war von einem 13-jährigen Schüler auf einer landwirtschaftlich genutzten Fläche entdeckt worden, wie das Landesdenkmalamt am Mittwoch in Berlin mitteilte. Der einzigartige Fund erfolgte bereits im vergangenen Sommer, wurde im November gemeldet und ist ab sofort im Archäologie-Zentrum Petri Berlin zu besichtigen. Es handele sich um den ersten archäologischen Fund der griechischen Antike im Stadtgebiet.

Zunächst sei unklar gewesen, „ob es sich um einen Fund aus einem archäologischen Kontext oder um ein neuzeitlich verlorenes Sammlerstück handelt“. Eine Überprüfung des Fundortes habe jedoch ergeben, dass die Fläche als bronze- beziehungsweise früheisenzeitlicher Bestattungsplatz genutzt wurde. Darauf wiesen weitere Funde wie Keramikfragmente, Leichenbrand sowie ein Bronzedoppelknopf hin. Das Areal sei auch in späteren Epochen genutzt worden.

Viele Fragen offen

Die Münze stammt den Angaben zufolge aus Zeit zwischen etwa 281 und 261 vor Christus. Es sei eine hellenistische Prägung aus der Münzstätte Ilion, auch als Troja bekannt. Wie die sieben Gramm schwere Münze aus dem antiken Griechenland ins heutige Berlin gelangte, ist noch nicht geklärt.