Wolfenbüttel, Brokdorf (epd). Mit Mahnwachen, Kundgebungen und Gottesdiensten wollen Umweltgruppen und kirchliche Initiativen Ende April an die Atomkatastrophe im ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl vor 40 Jahren erinnern. Am 26. April 1986 war ein Reaktor des Kraftwerks explodiert, große Mengen radioaktiver Stoffe gelangten ins Freie. Das Ausmaß der gesundheitlichen und ökologischen Schäden des Unfalls ist bis heute nicht vollständig geklärt.
Bereits für den Abend des 25. April ist in der evangelischen St. Trinitatiskirche in Wolfenbüttel ein Tschernobyl-Gedenken mit Lesung und Kerzenaktion angekündigt. Am 26. April gibt es Gedenkgottesdienste in Braunschweig und Salzgitter. Kundgebungen finden unter anderem an den stillgelegten Atomkraftwerken Brokdorf in Schleswig-Holstein und Neckarwestheim in Baden-Württemberg sowie in Konstanz und Schweinfurt statt.
Tschernobyl- und Fukushima-Ausstellung im Internet
Weitere Aktionen sind in Göttingen und im nordhessischen Kaufungen geplant. Einen Überblick über alle Veranstaltungen gibt die Anti-Atom-Organisation „ausgestrahlt“ auf ihrer Internetseite. Dort kann auch die im Februar 2026 überarbeitete und aktualisierte Ausstellung „Fukushima, Tschernobyl und wir“ besucht werden.
Ein umfassendes Bild der Tschernobyl-Katastrophe und ihrer Folgen zeigt laut Ankündigung auch eine Veranstaltung des Bundesumweltministeriums am 24. April in Berlin. Die jüngsten Entwicklungen rund um den havarierten Reaktor werden dort den Angaben zufolge insbesondere vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine dargestellt. Ein weiterer Schwerpunkt seien die Lehren, die der deutsche Notfallschutz aus Tschernobyl gezogen habe.



