Urteil nach Angriff auf jüdischen Studenten abgemildert

Urteil nach Angriff auf jüdischen Studenten abgemildert
Nach einem Angriff auf einen jüdischen Studenten in Berlin ist der Fall neu vor Gericht verhandelt worden. Das Urteil im Berufungsverfahren steht jetzt fest.

Berlin (epd). Nach dem brutalen Angriff eines Lehramtsstudenten auf einen jüdischen Kommilitonen hat das Berliner Landgericht im Berufungsverfahren eine Haftstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten für den Täter ausgesprochen. Im vergangenen April wurde Mustafa El-H. A. noch zu drei Jahren Haft wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt. (AZ: 567 NBs 66/25)

Die Verteidigung hatte im Berufungsverfahren beantragt, den Angeklagten zu einer nicht näher bezifferten Freiheitsstrafe unter zwei Jahren zu verurteilen und diese zur Bewährung auszusetzen. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft beantragte eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und elf Monaten. Die Nebenklage sprach sich dafür aus, die Berufung des Angeklagten zu verwerfen.

Der Angeklagte hatte vor der Urteilsverkündung sein letztes Wort genutzt, um sich nochmals bei Shapira zu entschuldigen. Der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, wohnte dem letzten Prozesstag bei.