Wiesbaden (epd). Mehr als ein Viertel der in Deutschland lebenden Menschen ist zugewandert oder Kind von aus dem Ausland zugezogenen Eltern. Im vergangenen Jahr lebten in Deutschland rund 21,8 Millionen Menschen mit Einwanderungsgeschichte, was einem Anteil von 26,3 Prozent an der gesamten Bevölkerung entspricht. Ein Jahr zuvor hatte der Anteil noch 25,8 Prozent betragen, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte.
Der Anteil der Bevölkerung mit Einwanderungsgeschichte an der Gesamtbevölkerung stieg zwischen 2005 und 2025 den Angaben zufolge um rund 10 Prozentpunkte. Eine Einwanderungsgeschichte haben nach der zugrundeliegenden Definition Menschen, die entweder selbst oder deren beide Elternteile seit 1950 nach Deutschland eingewandert sind.
Zahl der Eingewanderten steigt langsamer
Etwa jede fünfte im Jahr 2025 in Deutschland lebende Person (19,8 Prozent) war selbst eingewandert. Das entspreche 16,4 Millionen Eingewanderten im Jahr 2025 und 1,7 Prozent mehr als 2024, erläuterte das Bundesamt. Damit habe sich die Zahl der Eingewanderten deutlich schwächer als in den Jahren zuvor erhöht. Im Zeitraum von 2021 bis 2024 sei die Zahl der Eingewanderten pro Jahr um durchschnittlich 6,2 Prozent gestiegen.
Von den 16,4 Millionen im vergangenen Jahr in Deutschland lebenden Eingewanderten wurden 6,3 Millionen (39 Prozent aller Eingewanderten) in einem dieser fünf Länder geboren: Polen (1,5 Millionen), Türkei (1,5 Millionen), Ukraine (1,3 Millionen), Russische Föderation (1,0 Millionen) und Syrien (1,0 Millionen).
Nicht zur Bevölkerung mit Einwanderungsgeschichte zählen Menschen, bei denen nur einer der beiden Elternteile eingewandert ist. Das traf im Jahr 2025 auf 4,2 Millionen in Deutschland geborene Personen oder fünf Prozent der Bevölkerung zu.



