Kuschnerus: Ostern ruft zum Handeln für andere auf

Kuschnerus: Ostern ruft zum Handeln für andere auf
Ostern ist aus Sicht des Bremer Kirchenpräsidenten Kuschnerus eine Einladung, gegen die Kräfte des Todes anzugehen. Die Botschaft von der Auferstehung könne die Menschen aus der Gleichgültigkeit gegenüber den Nächsten und den Mitgeschöpfen reißen.

Bremen (epd). Der Bremer Kirchenpräsident Bernd Kuschnerus sieht Ostern als „Gegenbewegung zu den Kräften des Todes in dieser Welt“. Diese Bewegung könne Menschen zum aktiven Handeln befähigen, sagte der evangelische Theologe am Ostersonntag in der Bremer Melanchthonkirche. „Wir dürfen nicht schweigen, wenn Mächtige das Recht des Stärkeren propagieren und denken, sie könnten sich mit Gewalt nehmen, was sie wollen“, betonte er: „Wir können auch nicht einfach zusehen, wenn Einzelne oder ganze Menschengruppen ausgegrenzt werden.“

Der Kirchenpräsident kritisierte, dass Initiativen gegen Extremismus und Diskriminierung gegenwärtig Kürzungen ihrer Mittel drohten. Mit Sorge erfülle ihn auch die Diskussion um assistierten Suizid, sagte er laut Redemanuskript in seiner Predigt: „Mir ist es unbedingt wichtig, Menschen mit Sterbewünschen ernst zu nehmen. Und zugleich darf in unserer Gesellschaft Selbsttötung in Lebenskrisen nicht zur normalen Option werden.“

Ostern reißt Menschen aus Gleichgültigkeit

Ostern könne die Menschen aus der Gleichgültigkeit gegenüber den Nächsten und den Mitgeschöpfen reißen, führte Kuschnerus aus. „Wir können auch nicht gleichgültig werden gegenüber der Gefährdung unserer natürlichen Grundlagen und zukünftiger Generationen und sagen: Lasst uns essen und trinken; denn morgen sind wir tot.“ Darum unterstütze die Kirche gemeinsam mit anderen Transporte mit Hilfsgütern in die Ukraine und Hilfsprojekte in vielen anderen Teilen der Welt.