Städtebund dringt auf zeitlich begrenzte Steuersenkung

Städtebund dringt auf zeitlich begrenzte Steuersenkung
Steuern runter und Bahntickets billiger machen: So lauten aktuelle Vorschläge, um den hohen Preisen an den Tankstellen und in Supermärkten zu begegnen.

Frankfurt a.M. (epd). Angesichts hoher Preise für Lebensmittel und Energie werden die Rufe nach steuerlichen Entlastungen lauter. Der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, André Berghegger, sprach sich in den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag) für eine zunächst auf sechs Monate begrenzte „spürbare Senkung der Steuern“ auf Energie und Güter des täglichen Bedarfs aus, um Bürgerinnen und Bürger sowie die Unternehmen zu entlasten.

Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Ricarda Lang sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Sonntag), aus ihrer Sicht wäre es sinnvoll, die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel auf null zu senken. „Denn das ist etwas, das die Bürgerinnen und Bürger ganz konkret in ihrem Geldbeutel spüren“, sagte die ehemalige Parteivorsitzende. Zudem sprach sie sich für eine übergangsweise Wiedereinführung des Neun-Euro-Tickets für den Personen-Nahverkehr sowie ein Recht auf Homeoffice aus, „weil jeder Liter Sprit, der gerade in dieser Mangellage gespart wird, gut für den Bürger und die Wirtschaft ist“.

Eisenbahngewerkschaft für günstige Tickets

In der „Bild am Sonntag“ schlug der Vorsitzende der Eisenbahngewerkschaft EVG, Martin Burkert, eine staatliche Preissenkung für Bahntickets vor. „Anstatt sich von den Öl-Konzernen an der Nase herumführen zu lassen, muss die Politik neben einer Übergewinnsteuer das Staatsunternehmen Deutsche Bahn nutzen“, sagte er. Ein befristeter Rabatt von 30 Prozent auf das Deutschlandticket und Preissenkungen im Fernverkehr von bis zu 50 Prozent wären seinen Worten zufolge eine schnelle und wirksame Entlastung.