Berliner Ostermarsch gegen "Irrsinn der Kriegspolitik"

Berliner Ostermarsch gegen "Irrsinn der Kriegspolitik"
Beim Berliner Ostermarsch ist am Samstag gegen Kriege, Aufrüstung und Wehrpflicht demonstriert worden. Das Teilnehmerspektrum reichte von Friedensbewegten über DKP-, BSW- und Gewerkschaftsvertreter bis zu einem Iran- und Palästina-Block.

Berlin (epd). Unter dem Motto „Wir sagen nein zum Irrsinn der Kriegspolitik“ haben am Karsamstag nach Polizeiangaben mehr als 1.000 Menschen beim Berliner Ostermarsch gegen Kriegstüchtigkeit, Wehrpflicht und Aufrüstung demonstriert. Der von der Berliner Friedenskoordination (FriKo) angemeldete Aufzug führte vom Berliner Mauerpark durch den Stadtteil Prenzlauer Berg. Die Veranstalter sprachen von mehreren tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Neben klassischen Forderungen der Friedensbewegung wie „Schwerter zu Pflugscharen“ und „Völkerrecht statt Faustrecht“ und „Alle Atomwaffen weg“ gab es Parolen wie „Finger weg vom Iran, Kuba und Venezuela“ und die Forderung, alle US-Militärbasen in Deutschland zu schließen.

Kein „Frieden ohne Gerechtigkeit“

Zu sehen waren auch dutzende Flaggen der Islamischen Republik Iran und Kubas neben Fahnen von DKP, BSW, Linke und Gewerkschaften wie ver.di, GEW und Eisenbahnergewerkschaft. Einen großen Block stellten zudem Palästina-Aktivisten, die Israel vorwarfen, im Gaza-Streifen einen Völkermord zu begehen. Den deutschen Medien warf eine Rednerin vor, nicht objektiv über die Kriege im Nahen Osten und in der Ukraine zu berichten.

Am Rande des Aufzugs gab es aber auch vereinzelte, kleine Gegenproteste. Auf einem Banner stand „Solidarität statt Hass. Gegen jeden Antisemitismus“ und die Warnung hinter der Berliner Friedenskoordination „verschanzten sich Mörder wie Putin, die Hamas, die Mullahs und die Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP)“. Ukrainische Aktivistinnen und Aktivisten warnten zudem vor einem „Frieden ohne Gerechtigkeit“ in ihrem Land.