Görlitz (epd). Im ostsächsischen Görlitz haben am Karfreitag mehr als 700 Menschen an einem Kreuzweg teilgenommen. Die Route führte von der evangelischen Kirche St. Peter und Paul zum Heiligen Grab. Dort wurde um 15 Uhr zur überlieferten Todesstunde von Jesus Christus eine Andacht abgehalten. Insgesamt gab es sieben Stationen. Dazu eingeladen hatten die Evangelische Innenstadtgemeinde Görlitz und die Evangelische Kulturstiftung Görlitz.
Die jährliche Karfreitagsprozession erinnert an das Leiden und den Tod Jesu Christi. Die Leitung hatte die Görlitzer Generalsuperintendentin der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Theresa Rinecker. Die ostsächsische Region um Görlitz gehört territorial zur Berliner Landeskirche.
Originalgetreue Nachbildung
Das Heilige Grab in Görlitz gilt als eine der ältesten originalgetreuen Nachbildungen der Jerusalemer Grabkapelle in Deutschland. Die Landschafts- und Architekturanlage ließ der Kaufmann Georg Emmerich (1422-1507) Ende des 15. Jahrhunderts errichten.
Kreuzwege und Prozessionen am Karfreitag gehen auf eine frühe mittelalterliche Tradition zurück. Als Kreuzweg wird der Leidensweg Jesu Christi durch Jerusalem vor seiner Hinrichtung durch die römischen Herrscher vor rund 2.000 Jahren bezeichnet.




