Karlsruhe (epd). Platznehmen an einer elf Meter langen Tafel: Zum gemeinsamen Brotteilen hatte die Ökumenische Citykirchenarbeit „Fächersegen“ am Gründonnerstag auf den Karlsruher Marktplatz eingeladen. Mit der Aktion, bei der 136 Fladenbrote gebacken und mit Passanten geteilt wurden, sollte das Gemälde „Letztes Abendmahl“ von Leonardo Da Vinci nachgestellt werden, um „göttlichen Segen“ in die Stadt zu bringen.
Am Gründonnerstag, am Vorabend des Karfreitags, erinnern christliche Kirchen mit Abendmahlsgottesdiensten an das letzte Mahl Jesu mit seinen Jüngern vor seinem Tod. „Das gemeinsame Brotessen steht dabei symbolisch für Teilen, Gastfreundschaft und Verbundenheit“, sagte Max Kosoric vom Fächersegen-Team. Viele Menschen, darunter auch Touristen aus Island und Norwegen, blieben stehen, aßen ein Stück Brot und kamen miteinander ins Gespräch.
Brotteilen als Zeichen der Hoffnung und Liebe Gottes
Das Brot auf dem Marktplatz mit vorbeikommenden Menschen zu teilen, sei ein Zeichen dafür, dass „nicht Tod, Gewalt und Terror das letzte Wort haben, sondern die Hoffnung“, sagte der evangelische Dekan Thomas Schalla. Gerade in der heutigen Zeit sei es wichtig, die Liebe Gottes weiterzugeben, etwa beim gemeinsamen Brotbrechen. „Wir Christen haben eine Verantwortung für unsere Nächsten.“ Die Abendmahlsfeier sei das große Freundschaftsangebot Gottes an die Menschen, sagte der katholische Dekan Markus Miles: „Das wollen wir auf die Straße bringen.“




