Genf (epd). Die Internationale Organisation für Migration hat Geber zu Hilfe für die Millionen bedürftigen Opfer des vor knapp drei Jahren begonnenen Kriegs im Sudan aufgefordert. Für die am schlimmsten von Gewalt und Vertreibung betroffenen Menschen würden im laufenden Jahr 277 Millionen US-Dollar (240 Millionen Euro) benötigt, teilte die IOM am Dienstag in Genf mit.
Derzeit seien knapp 34 Millionen Kinder, Frauen und Männer im Sudan auf humanitäre Hilfe angewiesen, das sei weltweit die höchste Zahl in einem Land. Rund neun Millionen Menschen irrten als Binnenflüchtlinge umher. Zudem harrten viele Flüchtlinge aus dem Sudan in Nachbarländern aus. Die Betroffenen bräuchten Nahrung, sauberes Wasser, medizinische Versorgung, Unterkünfte und Schutz.
Zehntausende Menschen getötet
Im Sudan führen die reguläre Armee und die paramilitärische Miliz Rapid Support Forces seit Mitte April 2023 einen erbitterten Krieg um die Macht und die Kontrolle über die Ressourcen. Der Krieg hatte im April 2023 mit Kämpfen in der Hauptstadt Khartum begonnen. Zehntausende Menschen wurden getötet.
Die USA unter Präsident Donald Trump und andere Geberländer haben ihre Zahlungen für humanitäre Hilfe weltweit drastisch gekürzt. Die IOM gehört zu den Vereinten Nationen.



