Begleitet von Protesten hat sich der hessische Landesverband der neuen AfD-Jugendorganisation "Generation Deutschland" am Samstag in Fulda zu seiner Gründungsversammlung getroffen. Der Verein "Fulda stellt sich quer" protestierte mit einem "Demokratiefest" vor dem Tagungshaus der AfD für gesellschaftliche Vielfalt und gegen die Partei. Zur Teilnahme hatten unter anderem der Deutsche Gewerkschaftsbund, der Paritätische Wohlfahrtsverband und der Landesausländerbeirat aufgerufen. An einer vorangehenden Demonstration nahmen nach Polizeiangaben zum Auftakt rund 500 Menschen teil.
Die Proteste seien ohne nennenswerte Zwischenfälle verlaufen, sagte ein Polizeisprecher dem Evangelischen Pressedienst (epd). Vereinzelt seien Personalien festgestellt worden. Die beabsichtigte Blockade eines Parkplatzes sei nach einem Gespräch wieder beendet worden.
Unterstützung von den Kirchen
Unterstützung für die Anti-AfD-Proteste kam auch von den großen Kirchen. Der katholische Fuldaer Bischof Michael Gerber bestärkte am Morgen Teilnehmerinnen und Teilnehmer katholischer Jugendverbände. Christinnen und Christen müssten früh und klar für Demokratie, Menschenwürde, Religionsfreiheit und die freiheitliche Ordnung eintreten.
Hessen ist eines der letzten Bundesländer, in denen sich die neue AfD-Jugend auf Landesebene organisiert. Gegen die Gründung des Bundesverbandes der "Generation Deutschland" in Gießen hatten im November rund 25.000 Menschen überwiegend friedlich protestiert. Es kam allerdings auch zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei.



