Fulda (epd). Vor dem Demokratiefest in Fulda-Johannesberg hat der katholische Fuldaer Bischof Michael Gerber am Samstagmorgen Teilnehmerinnen und Teilnehmer katholischer Jugendverbände gesegnet und sie in ihrem Einsatz für gesellschaftlichen Zusammenhalt bestärkt. „Ich bin dankbar, dass junge Menschen heute Verantwortung übernehmen - friedlich, sichtbar und gemeinsam“, sagte der Bischof laut Pressemitteilung am Samstag. Das von dem Verein „Fulda stellt sich quer“ veranstaltete Demokratiefest protestiert gegen die zeitgleiche Gründung des hessischen Landesverbands der AfD-Jugend „Generation Deutschland“ im Ort.
„Als Christinnen und Christen wissen wir: Maßstab unseres Handelns ist immer der konkrete Mensch in seiner unantastbaren Würde“, sagte Gerber. „Wo Menschen herabgesetzt, ausgegrenzt oder gegeneinander ausgespielt werden, dürfen wir nicht gleichgültig bleiben.“ Christen müssten früh und klar für Demokratie, Menschenwürde, Religionsfreiheit und die freiheitliche Ordnung eintreten, betonte der Bischof. Entscheidend sei, wie eine tragfähige Kultur des Respekts, des Zuhörens und des demokratischen Miteinanders gestärkt werde.
Organisationen rufen zur Teilnahme auf
Der Verein „Fulda stellt sich quer“ will nach eigenen Angaben unter dem Motto „Fulda steht auf - laut, friedlich und gemeinsam“ am Samstag ein Zeichen für Demokratie, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt setzen. Der Verein organisiere vor dem Tagungsort der AfD-Jugend ein ganztägiges Programm mit überregional bekannten Musikgruppen, sagte der Vorsitzende Andreas Goerke. Zur Teilnahme aufgerufen haben neben katholischen Jugendverbänden unter anderen auch der evangelische Fuldaer Dekan Thorsten Waap, der DGB Hessen-Thüringen, der Paritätische Hessen, der Landesausländerbeirat und der LandesFrauenRat Hessen.



