Leo XIV. feiert erstes Osterfest als Kirchenoberhaupt

Leo XIV. feiert erstes Osterfest als Kirchenoberhaupt
Ostern ist für Christen das wichtigste Fest des Jahres. Papst Leo XIV. zelebriert nun erstmals als Oberhaupt der Katholiken das Osterfest.

Rom (epd). Das erste Osterfest im Pontifikat von Papst Leo XIV. steht bevor: Die Feiern zum höchsten Fest des Christentums beginnen traditionell mit der Messe am Palmsonntag (10 Uhr), der Papst Leo vorstehen wird. Christen erinnern in der Karwoche an das Leiden und Sterben Jesu am Kreuz und feiern an Ostern seine Auferstehung von den Toten.

Vor dem Höhepunkt der Kar- und Ostertage, dem Segen „Urbi et Orbi“ am Ostersonntag, stehen etliche Termine im Kalender des Kirchenoberhaupts. Am Gründonnerstag findet die traditionelle Fußwaschung statt. Unklar ist noch, mit wem Papst Leo dieses Ritual vollziehen wird.

Sein Vorgänger, Papst Franziskus, hatte die Waschung an Migranten und Strafgefangenen, darunter auch Frauen, vollzogen. Die Geste erinnert an das letzte Abendmahl, vor dem laut biblischer Erzählung Jesus seinen Jüngern die Füße wusch. Die Chrisammesse, in der des letzten Abendmahls gedacht wird, wird Leo nachmittags (17.30 Uhr) in der Lateranbasilika zelebrieren.

Prozession am Kolosseum

Nach der Karfreitagsliturgie im Petersdom (17 Uhr) wird Papst Leo am Freitag rund um das Kolosseum an der Kreuzwegprozession teilnehmen (21.15 Uhr). Unklar ist bislang, ob er die Meditationstexte für die einzelnen Stationen selbst verfasst.

Nach der Messe zur Osternacht am Samstagabend im Petersdom (21 Uhr) steht am Sonntag der Abschluss der Feiern auf dem Programm. Zur Ostermesse (10.15 Uhr) wird der Petersplatz mit vielen Blumen geschmückt. Die Niederlande schenken dem Heiligen Stuhl den Blumenschmuck zu Ostern - in diesem Jahr zum 40. Mal.

Bedeutendes Ritual der Kirche

Den Segen „Urbi et Orbi“ (Der Stadt und dem Weltkreis) wird der Papst am Mittag des Ostertages von der Loggia des Petersdom aus spenden. Es ist eines der bekanntesten Rituale der katholischen Kirche. Der Segen wird zu Weihnachten und zu Ostern gespendet. Allen Zuhörern - egal ob analog oder virtuell - wird nach der Kirchenlehre ein Ablass gewährt.