Hannover (epd). Niedersachsen hat den Transport von lebenden Tieren in die Kriegsgebiete im Nahen Osten verboten. Das Landwirtschaftsministerium habe bereits einen Erlass an die kommunalen Veterinärämter gesendet, teilte das Ministerium am Mittwoch in Hannover mit. Konkret geht es um den Transport von Rindern, Schafen, Ziegen und Hausschweinen nach Israel, in den Irak, den Iran und den Libanon, in die palästinensischen Gebiete sowie in alle Länder der Arabischen Halbinsel. Niedersachsen gilt als Agrarland Nummer eins in Deutschland und ist führend in der Viehzucht.
Staatssekretärin Frauke Patzke betonte, angesichts der kriegerischen Handlungen in den Regionen sei die Sicherheit der transportierten Tiere „nach fachlicher Bewertung nicht mehr ausreichend gewährleistet.“ Nachdem bereits seit 2022 Tiertransporte aufgrund des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine nach Belarus, Russland und in die Ukraine verboten sind, sei dies aus Tierschutzsicht „ein weiterer unverzichtbarer Schritt“.
Rinder werden mit dem Flugzeug transportiert
Die EU verbiete Transporte, wenn den Tieren dabei Verletzungen oder unnötige Leiden zugefügt werden könnte, hieß es. Außerdem müssten alle Vorkehrungen getroffen werden, um die Reisezeiten kurzzuhalten und den Bedürfnissen der Tiere während dieser Zeit Rechnung zu tragen. Dies könne für den Nahen Osten derzeit nicht sichergestellt werden.



