Mexiko-Stadt (epd). Eine Umweltschützerin, die sich im südmexikanischen Bundesstaat Oaxaca für den Schutz der Natur und gegen die Ausbeutung durch den Bergbau eingesetzt hat, ist am Donnerstag (Ortszeit) erschossen worden. Die Tochter von Nazaret Cortés Velasco wurde bei dem Attentat schwer verletzt, wie das Nachrichtenportal „Istmo Press“ berichtete.
Cortés war die erste in San Pedro Totolápam gewählte Frau für das Präsidium des Gemeindelandrats. In ihrer Funktion nahm sie an Weiterbildungen zur Pflege und zum Schutz ihres Territoriums teil, unter anderem zur Installation von Kameras zur Überwachung der Wildtierpopulation, was dem Kampf gegen Wilderei dienen soll. In einem Radiointerview hatte Cortés zudem auf die Gefahren hingewiesen, die von einer Goldmine ausgehen, die Wasserquellen und Flüsse bedrohe.
Umweltschützer Opfer von Gewalttaten
Zivilgesellschaftliche Organisationen verurteilten den Mord an Nazaret Cortés Velasco und forderten die umfassende Aufklärung der Tat. Umweltschützer sind in Mexiko immer wieder Ziel von Gewalttaten. Alleine 2024 dokumentierte die Nichtregierungsorganisation Global Witness 18 Morde.



