Berlin (epd). Im vergangenen Jahr sind knapp elf Prozent mehr digitale Spiele mit einer Alterskennzeichnung versehen worden als 2024. Die Initiative Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) ordnete 1.675 Titel in Altersstufen zwischen 0 und 18 Jahren ein, wie die USK am Dienstag in Berlin mitteilte. Der Anstieg der geprüften Titel weise nach einem Rückgang im Jahr zuvor auf ein wieder erstarktes Marktumfeld hin.
Die große Mehrheit der geprüften Spiele (70 Prozent) wurde 2025 bis einschließlich „USK ab 12“ freigegeben. Rund 20 Prozent der Titel könnten von Jugendlichen ab 16 Jahren gespielt werden, zehn Prozent hätten keine Jugendfreigabe erhalten. Sie sind dementsprechend ab 18 Jahren erlaubt.
1,3 Millionen Spiele weltweit bewertet
Die USK arbeitet seit mehr als 30 Jahren an einer Einstufung von digitalen Spielen. Sie ist eine freiwillige Einrichtung der Branche, die vom Jugendschutzgesetz anerkannt wird. Dazu ist sie Mitglied der International Age Rating Coalition (IARC). Im vergangenen Jahr prüfte die weltweite Organisation zur Altersbewertung 1,3 Millionen Spiele, hieß es.
Der Jugendschutz der USK funktioniere verlässlich, erklärte Geschäftsführerin Elisabeth Secker. Um einen lückenlosen Schutz weiterhin zu gewährleisten, müsse es aber einheitliche Vorgaben für alle Marktteilnehmer geben. Apple oder die Plattform Steam seien bisher nicht an die IARC angebunden.



