Berlin (epd). Die für Gesundheit und Forschung zuständigen Bundesministerinnen Nina Warken (CDU) und Dorothee Bär (CSU) stellen Verbesserungen bei der medizinischen Versorgung von Frauen in Aussicht. Konkret will Warken die Behandlung in den Arztpraxen verbessern, Bär hält eine umfangreichere Datengrundlage für erforderlich. Deutschland sei bei der Frauengesundheit „noch im Neandertal“, sagte Forschungsministerin Bär der „Bild am Sonntag“.
Aus vielen Gründen sei der Mann bei medizinischen Studien bislang das Maß aller Dinge gewesen. „Frauen nahmen und nehmen zum Teil immer noch seltener an klinischen Studien teil“, sagte Bär. Sie habe deshalb in ihrem Ministerium ein eigenes Frauengesundheitsreferat geschaffen.
Warken: Sind mit Ärzten im Gespräch
Warken sagte der Zeitung, sie setze auf Wissensvermittlung in der Medizin. „Wir werden das in die Approbationsordnung, also in der Ausbildung der Ärzte, einbringen, die wir mit den Ländern verhandeln“, kündigte sie an. „Und wir wollen in der täglichen Versorgung in den Praxen mehr Wissen vermitteln über typisch weiblich Symptome“, fügte die Gesundheitsministerin hinzu. Dazu sei man mit den Ärzten und der Selbstverwaltung im Gespräch.


