Berlin (epd). Die Berliner Rabbinerin Gesa Ederberg ist neue Präsidentin der internationalen „Rabbinical Assembly“ der konservativen Masorti-Strömung des Judentums. Damit stehe erstmals eine Europäerin an der Spitze der Vereinigung von weltweit 1.700 Rabbinerinnen und Rabbinern, teilte die Jüdische Gemeinde zu Berlin am Freitag mit. Ederberg soll am Dienstag in Berlin mit einem Festakt zur Amtseinführung geehrt werden.
Die gebürtige Tübingerin war in der zweiten Märzwoche bereits in den USA in ihr neues Amt eingeführt worden. Zu dem Festakt in Berlin würden rund 250 geladene Gäste aus Politik, Kultur, Verbänden und Kirchen sowie rund 50 Rabbinerinnen und Rabbiner erwartet.
Amtszeit von zwei Jahren
Die internationale Versammlung der Masorti-Rabbinerinnen und -Rabbiner wurde den Angaben zufolge vor 125 Jahren gegründet. Ederberg, die zuvor bereits Vizepräsidentin der Versammlung war, übernehme ihre neue Aufgabe für eine Amtszeit von zwei Jahren, hieß es. 2006 wurde sie zur Rabbinerin der Berliner Synagoge in der Oranienburger Straße berufen.
Das Masorti-Judentum, auch konservatives Judentum genannt, ist zwischen den orthodoxen und liberalen Strömungen des Judentums angesiedelt. Unter anderem setzt es sich für die konsequente Gleichberechtigung von Männern und Frauen ein.


