Mitmachaktion "Rauchfrei im Mai" will zum Verzicht auf Nikotin motivieren

Mitmachaktion "Rauchfrei im Mai" will zum Verzicht auf Nikotin motivieren
31 Tage nicht rauchen: Mit der Aktion "Rauchfrei im Mai" wollen verschiedene Organisationen Raucherinnen und Rauchern einen Anlass geben, Nikotin hinter sich zu lassen.

Köln (epd). Mit der Aktion „Rauchfrei im Mai“ wollen das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit und die Deutsche Krebshilfe dazu motivieren, das Rauchen aufzugeben. In den vergangenen beiden Jahren hätten tausende Menschen mit der Aktion „den Rauchstopp geschafft und damit ihr persönliches Krebsrisiko gesenkt“, sagte der Vorstand der Krebshilfe, Gerd Nettekoven, am Mittwoch laut Mitteilung bei der Auftaktveranstaltung am Kölner Neumarkt. Auch das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung und die Kölner Verkehrs-Betriebe unterstützen die Aktion.

Der Kommissarische Leiter des Bundesinstituts, Johannes Nießen, betonte, wenn im Mai zehntausende Menschen gemeinsam Nikotin hinter sich lassen, entstehe „eine starke Bewegung“. Viele Raucherinnen und Raucher wollten aufhören, doch oft fehle der konkrete Anlass. Der bundesweite Mitmachmonat solle einen Startpunkt bieten. Ab sofort bis zum 30. April könnten sich Interessierte unter www.rauchfrei-im-mai.de kostenlos anmelden. Ziel sei es, 31 Tage nicht zu rauchen und so den Grundstein für ein rauchfreies Leben zu legen. Wer sich anmeldet, bekommt Motivations-Nachrichten, Tipps und kann bis zu 1.000 Euro gewinnen.

130.000 Menschen sterben jährlich durchs Rauchen

Rauchen sei das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko in Deutschland, erklärte das Bundesinstitut. Jedes Jahr würden etwa 130.000 Menschen an den Folgen sterben. Zudem gingen rund 90 Prozent der Lungenkrebsfälle aufs Rauchen zurück. Der Ausstieg senke auch das Risiko für Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und chronische Atemwegserkrankungen. Schon nach wenigen Wochen verbessere sich die Lungenfunktion, hieß es.