Potsdam (epd). Die bundesweiten Internationalen Wochen gegen Rassismus rund um den 21. März werden in diesem Jahr in Potsdam eröffnet. Auf dem Programm unter dem Motto „100 Prozent Menschenwürde“ stünden bis zu 5.000 Veranstaltungen in verschiedenen Bundesländern, teilte die brandenburgische Staatskanzlei am Mittwoch in Potsdam mit.
Bei der Auftaktveranstaltung am Montag in der Potsdamer Filmuniversität will auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) eine Rede halten. Die Internationalen Wochen gegen Rassismus laufen bis zum 29. März.
Massaker von Sharpeville
Die Veranstaltungsreihe findet jedes Jahr rund um den 21. März statt, den 1966 ausgerufenen UN-Tag gegen Rassismus. Hintergrund ist das Massaker von Sharpeville vom 21. März 1960. Damals demonstrierten in dem südafrikanischen Township tausende Menschen friedlich gegen das Apartheidsystem. 69 Menschen wurden von der Polizei erschossen, hunderte weitere verletzt.
Seit 1995 initiierte nach Angaben der Stiftung gegen Rassismus der Interkulturelle Rat Veranstaltungen zum 21. März. Seit 2016 werden diese von der Stiftung koordiniert. Der Interkulturelle Rat hat seine Arbeit Mitte 2017 eingestellt.


