15 Jahre Fukushima: Umweltschutz warnt vor weiteren Reaktorunglücken

15 Jahre Fukushima: Umweltschutz warnt vor weiteren Reaktorunglücken
Am 11. März 2011 ereignete sich vor der Ostküste Japans ein Seebeben, das schwere Schäden am Atomkraftwerk Fukushima Daiichi verursachte. Radioaktive Wolken zogen über den Pazifik. Der BBU warnt zum Jahrestag vor weiteren Reaktorkatastrophen.

Bonn (epd). Zum 15. Jahrestag des Beginns der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima warnt der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) vor der Gefahr weiterer Atomkatastrophen. „Jedes Atomkraftwerk und jede Atomfabrik weltweit kann Ausgangspunkt weitreichender Katastrophen werden“, erklärte der Verband am Dienstag in Bonn. Zudem steige die Gefahr, dass Atomanlagen zum Ziel von militärischen Aktionen und von Sabotageangriffen werden können.

Bürgerinitiativen und Umweltverbände erinnern rund um den Fukushima-Jahrestag am 11. März auch in diesem Jahr mit Aktionen und Veranstaltungen an die Katastrophe und fordern für die Bundesrepublik einen umfassenden Atomausstieg.

„Nach der Stilllegung der Atomkraftwerke in der Bundesrepublik müssen jetzt auch die noch immer laufenden Uranfabriken in Gronau und Lingen gestoppt werden“, erklärte BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz. Zudem müsse der Neubau von Atomkraftwerken in Frankreich oder in den Niederlanden verhindert werden. Und solange es kein sicheres Endlager gebe, dürfe kein weiterer Atommüll produziert werden, mahnte der BBU. Auch dürften die geplanten Atommülltransporte wie etwa von Jülich nach Ahaus nicht durchgeführt werden.