Hofheim am Taunus (epd). Mit Beginn der vorösterlichen Fastenzeit hat die katholische Kirche am Sonntag die diesjährige Misereor-Fastenaktion eröffnet. Unter dem Leitwort „Hier fängt die Zukunft an“ stellt das Entwicklungshilfswerk die Zukunftsperspektiven junger Menschen im globalen Süden und insbesondere die berufliche Bildung in den Mittelpunkt.
„Wie ist das mit der Zukunft, wenn Präsidenten und Systeme Menschen ihrer Rechte und Chancen berauben?“, fragte der Limburger Bischof Georg Bätzing in dem von der ARD übertragenen Eröffnungsgottesdienst in Hofheim am Taunus laut vorab verbreitetem Manuskript. Auch sei die Zukunft aufgrund der Ausbeutung der Erde und der Klimaerhitzung unsicher.
Dagegen betonte Bätzing die Möglichkeit eines Neubeginns in Verbindung mit Gott: „Wir Menschen können immer wieder Anfänger und Anfängerinnen werden. Und wir können das mit der diesjährigen Fastenaktion einüben.“
Alle katholischen Kirchenkollekten am 22. März dienen Misereor
Die Fastenaktion verdeutlicht ihr Anliegen am Beispiel des zentralafrikanischen Landes Kamerun. In dessen Metropole Douala sind nach Angaben von Misereor rund 70 Prozent der Einwohner jünger als 35 Jahre. Die Misereor-Partnerorganisation Codas-Caritas Douala unterstütze junge Erwachsene auf ihrem Weg in ein selbstständiges Leben. Sie finanziere Ausbildungskosten und begleite Berufseinsteiger auf dem Weg in den Arbeitsmarkt.
Bis Ostern wirbt Misereor um Spenden und solidarisches Handeln. Am 22. März wird in allen katholischen Kirchengemeinden Deutschlands für die Arbeit von Misereor Spenden gesammelt. Speziell für Kinder veranstaltet Misereor eine Kinderfastenaktion. Im Jahr 2024 nahm Misereor nach eigenen Angaben knapp 230 Millionen Euro ein, davon mehr als 62 Millionen aus Kirchenkollekten und Spenden. Zurzeit unterstützt das Werk mehr als 3.000 Projekte in 83 Ländern.


