Linguistin wirbt für entspannten Umgang mit Gendersprache

Linguistin wirbt für entspannten Umgang mit Gendersprache

Köln, Mainz (epd). Die Linguistin Damaris Nübling hat sich für einen entspannten Umgang mit dem Gendern in der Alltagssprache ausgesprochen. „Schon immer sprechen die jungen Leute anders und es wird kritisiert“, sagte die Professorin für Sprachwissenschaft von der Universität Mainz am Samstag zum Tag der Muttersprache dem Radiosender WDR5. Vielen jungen Menschen sei es wichtig, sich inklusiver auszudrücken. Ein „Sprachdiktat“ sehe sie darin nicht.

Sprache verändere sich, sagte Nübling. Für viele junge Menschen sei das Gendern auch beim Sprechen selbstverständlich. „Das kommt ihnen ganz leicht von den Lippen und ist ihnen wichtig“, betonte die Wissenschaftlerin. „Ich denke, man soll sie so sprechen lassen, wie sie es für richtig halten. Und man muss sich auch nicht unter Druck gesetzt fühlen.“ Nübling gehört zum Vorstand der Gesellschaft für Deutsche Sprache.